Tropen- und Reisemedizinische Beratung Freiburg
 
Die TRBF
Die TRBF
Vorsorge
Reisemedizinische Beratung
Telefonische Beratungszeiten
Informationen über Malaria, Impfungen
Aktuelle News über Malaria, Krankheiten
Reisemedizinische Fachliteratur
Interessante Links
Tropen- und Reisemedizinische Beratung
Typhus

Der Typhus (sog. Typhus abdominalis) ist eine schwere Allgemeininfektion, die durch Bakterien, den sog. Salmonellen (Salmonella typhi und paratyphi), verursacht wird.


Vorkommen:
Die Erreger findet man weltweit; die Erkrankung ist jedoch primär ein Problem der sanitären und hygienischen Verhältnisse. Besonders gefährdet sind daher Asien, der Vordere Orient, Nordafrika und Südamerika, gelegentlich treten aber auch Infektionen in Ost- und Südeuropa auf. Reisende, die unter einfachen hygienischen Reisebedingungen oder in Gebieten mit mangelhaften hygienischen Verhältnissen unterwegs sind, können an einem Typhus erkranken.


Häufigkeit:
Die jährliche Gesamtzahl des Typhus abdominalis wird auf ungefähr 17 Millionen Erkrankungen und 600.000 Todesfälle geschätzt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert, u.a. aus Pakistan, Indien, Thailand, Indonesien, Ägypten, Türkei und Marokko. Laut Schätzungen importiert einer von 30.000 Fernreisenden einen Typhus abdominalis.
(fit-for-travel München, 2003)


Übertragung:
Die primäre Infektonsquelle ist immer der Mensch, als Erkrankter oder als gesunder "Dauerausscheider": die Bakterien werden mit dem Stuhl ausgeschieden und gelangen mit den Fäkalien ins Trinkwasser, auf kopfgedüngten Salat, Gemüse oder Obst. Auch Muscheln und Austern kommen als Infektionsquelle in Frage, ebenso eine Übertragung durch "Schmierinfektion" von Mensch zu Mensch. Es genügen wenige Keime zur Infektion und Erkrankung.


Symptome:
Nach einer relativ langen Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion und Erkrankung) von 1 - 3 Wochen kommt es zu einem treppenartig ansteigenden Fieber bis 41 C, heftigen Kopfschmerzen, verlangsamtem Puls und einer Milzvergrößerung. Bei ca. der Hälfte der Erkrankten tritt ein typischer Ausschlag (Roseolen) auf. In der 3.Krankheitswoche kommt es zu einem Durchfall mit grünlich-gelbem (erbsbreiartigem) Stuhl, evt. aber auch zur Verstopfung.
Der Paratyphus zeigt ein ähnliches Krankheitsbild wie der Typhus, jedoch meist in abgeschwächter Form.


Diagnose:
Der Nachweis erfolgt in der ersten Krankheitswoche am besten im Blut (Blutkultur) oder im Knochenmark (bei bereits begonnener Behandlung mit Antibiotika). Im Stuhl (Stuhlkultur) können die Erreger oft erst in der 2.Woche nachgewiesen werden.


Therapie:
Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika, ggfs. stationär. Eine geeignete Isolierung der Patienten ist wichtig!


Vorbeugung:
  • sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene:
    Beachtung der Grundregel:
    cook it - boil it - peel it - or forget it!
    (kochen - braten - schälen - oder vergessen!)
  • gründliches Händewaschen zur Vermeidung von Schmierinfektionen
  • vorbeugende Schutzimpfung mit oralem Impfstoff (Schluckimpfung) oder mit parenteralem Impfstoff (Spritzimpfung). In beiden Fällen erreicht die Impfung jedoch nur einen maximal ca. 60 - 70 %igen Schutz.
    Die Impfung ist insbesondere bei Reisen in die Risikogebiete Asiens und Nordafrikas, speziell unter einfachen Reiseverhältnissen (z.B. Trekkingtouren) zu empfehlen.
 

Tropen- und Reisemedizinische Beratung Freiburg · http://www.tropenmedizin.de · eMail:info@tropenmedizin.de